Ja, ich lebe noch…. die Betonung liebt aber auf NOCH!

Jap, ich bin noch nicht verschollen oder irgendwo in den Tiefen des Fukuokaischen Grossstadtdschungels untergegangen. Was aber eigentlich bei meiner momentanen Lage fast an ein Wunder grenzt. In dem letzten… *auf den Kalender blick* *erschrick* MONAT? Sorry die Zeit kam mir zo kurz vor… Egal. Im letzten Monat ist meine kleiner heile Fukuokanische Welt vollens zusammengebrochen. Es gab einige wirklich brenzlige Streite mit meiner Gastfamilie, besser gesagt mit Okaasan. Worauf sie mit noch mehr Regeln reagierte, und ich noch mehr Regeln brach… manchmal hat sie`s rausgefunden… meistens nicht *grins* AFS stellte sich dabei nicht gerade als Hilfe herraus, stellte mir sogar ein Ultimatum, wenn ich mich in einer Woche nicht vollens an die Familie angleichen koennte, muesste ich zurueck nach hause, weil es keine Gastfamilie in Fukuoka fuer mich gibt. Ich versuchte es, wurde zeitweise wirklich depressiv, dachte daran aufzugeben und liess AFS schliesslich wissen, dass ich mich mit AFS Japan in Verbindung setzen wuerde, damit sie mir eine neue Gastfamilie IRGENDWO in Japan fanden. Und siehe da, wie durch ein Wunder wurden mein LP und AFS Fukuoka ploetlich viel umgeanglicher.

Inzwischen hatten meine Ferien begonnen, und ich ging zum Yamakasan. Das ist ein spezielles Fest in Fukuoka, was gegen 4 uhr frueh anfeangt und wo junge (knackige *grins*) Japaner mit nacktem Oberkoerper und freiem Hintern (ihr kennt doch diese Sumo…hosen?) durch die Strassen rennen, eine Art Seanfte tragen und dabei Heassa schreien. das beste daran war, dass man ihnen Wasser ueber den Kopf schuetten durfte *pfeif*

An dem tag war ich danach auch noch zu einem AFS Treffen bestellt worden. Dort teilte man mir mit, dass ich fuer die neachste Woche zu einer anderen gastfamilie geschickt wuerde, danach geange es fuer eine Woche nach Hiroshima und danach wueder man weiter sehen… Ich war im Himmel!!!!!!!!!!!!!!

Meine Einwochengastfamilie war einfach toll. Ich hatte eine 17 Jahre alte gastschwester, die es liebte auf Partys zu gehen und das (etwas verschlafene) Fukuoka Nachtleben zu geniessen. Wen wundert es da, dass ich mich um 1 Uhr nachts ploetzlich auf dem 2 groessten Riesenrad der Welt wiederfand, am Strand bis 3 Uhr eine tolle Party mitfeierte und schliesslich auch noch bis 5 im Gamecenter mit ihen Freunden zockte. Aber erstmal zu den Tatsachen. Die wohnung der Familie lag direkt am Meer, wir hatten sogar einen privaten Zugang, die reamlichkeiten selbst sehr klein, aber ausreichend. Mein gastvater war Professor an der Kyushu Uni und unternahm oft Reisen nach Deutschland, weil er das Schulsystem von z.B. meinem Bruder seiner Uni in Japan etablieren will. Deswegen feahrt er auch im September nach Dresden. Die Welt ist ein Dorf *grins* Meine gastmutter (Aki) war einfach toll. Viel juenger als Okaasan, und um einiges versteandnisvoller. Mit ihr koennte ich mich super unterhalten, habe auch den ein oder anderen Ausflug unternommen und war auch einmal im Konami Sportclub. Da gehen einem die Augen ueber… die Laufbeander haben 12 Fernsehkanaele, Musik und alle moeglichen Art von Programmen, viele von den anderen Geraeten heatten auch aus einem Weltraumtrainingscenter kommen koennen und ueberhaupt war ich platt… und hatte danach muskelkarter. Mein  Gastvater hat mich auch mal mit in die Uni genommen… war witzig. Ich ahbe seine studenten dazu verdonnert, Papierkraniche zu falten. Habe naemlich von AFS die Aufgabe erteilt bekommen, zo viele wie moeglich zu falten udn dann im Friedenspark von Hiroshima aufzuheangen. Das Ergebnis waren 220 Stueck. Aber nichts desto trotz, musste ich nach einer Woche wieder gehen. Die Familie heatte mich gerne behalten, aber der Bruder war nur fuer 2 Wochen verreist und danach hatte ich keinen Platz zum schlafen mehr.

Am letzen Tag vor Hiroshima musste ich also zurueck nach Sakurasaka. Und promt hatte ich einen tollen Streit mit Okaasan. Aber langsam ignoriere ich sie einfach. Und wenn sie dann immer so vor mir steht, einen Kopf kleiner, mit den Armen wild in der Luft rumfuchtelt und mit den Fuessen aufstampft…. nehme ich es einfach mit Humor. Wie Rumpelstielzchen *grins*

Nun ja, hirroshima war anstrengend. Jeden Tag igrendein gehetze durch den friedenspark, zu irgendwelchen Kundgebungen und noch eine gastfamilie mit der Wohnung im 14. Stock. Aber wenigstens konnte ich mal mit ein paar Deutschen regen. Sogar mit Ossis!!!!! *grins* Wie habe ich doch Lars ursaechsischen Dialekt vermisst. Es war einfach wunderbar, mit Laura und ihm im Cafe zu sitzen, von allen Japanern um uns rum skeptisch beaeugt zu werden und laut lachend ueber so manche Eigenarten der japaner zu diskutieren. Wie hat mir doch sarkasmus gefehlt. (Japaner kennen ihn nicht, verstehen ihn nicht…. und wollen ihn auch nicht lernen -.-*) Ich ahbe ausserdem mein erstes japanisches Buch gelesen und mir mit meiner gastschwester Shiho viele Giblifilme angeschaut. Ausserdem waren wir gemeinsam shoppen… ihr koennt euch nicht vorstellen, wie viele deutsche Baeckereien es in Hiroshima gibt! Und dann die Addressen… ich weare ja am liebsten aus den Latschen gekippt vor lachen. Laeden in: irgend ein kleines Kaff, Namen vergessen, Kleinfriedrichshausen oder sowas UND Hiroshima… nicht Berlin, Dresden, Hamburg oder sonstwas, nein… dieses kleine kaff UND Hiroshima… *drop*

Die letzte Woche musste ich dann wieder in Sakurasaka verbringen. Jeden tag wurden mehr regeln aufgestellt. Ausgehen nur noch bis 5 Uhr abends, PC nur noch 10 Minuten benutzen, keine englischen TV Programme mehr anschauen, immer fragen, wenn man ein Glas benutzen will, oder irgendein Geraet des Hauses (ich komme mir schon etwas doof vor, wenn mein eigenes Fuehstueck mache und dann jedesmal fragen muss, darf ich auf diesem Teller jetzt mein Fruehstueck essen, darf ich dieses messer benutzen, darf ich den Kuehlschrank oeffnen und meinen selbstgekauften Oragngensaft trinken?). Naja, ich bin trotzdem den groessten teil des tages ausser Haus. Habe mir ein Fahrrad von freunden geliehen (leider ein Herrenfahrrad, aber ich bin ja flexibel). Das einzige problem ist nur, dass ich jetzt mit dme Fahrrad auch zur schule fahre… in Schuluniform… (JA ES SIND SOMMERFERIEN UND JEDER VERDAMMT JAPANISCHE SCHUELER GEHT TROTZDEM IN DIE SCHULE) habt ihr schonmal versucht, in einem faltenrock fahrrad zu fahren? BEI WIND???? Ich krieg hier langsam die kriese! Ich weiss nicht wie japanerinnen das machen, aber bei mir weht das verdammte ding immer irgendwann hoch! Aber naja, ich habe auch ein paar Parks und seen in Fukuoka erkundet, ist schon nuetzlich, das Fahrrad.

Am Sonntag kam dann endlich die befreiende Nachricht von AFS, nachdem ich sie angerufen hatte, um zu sagen, dass ich nun wirklich eine andere gastfamilie will, haben sie zugestimmt. In 2 wochen wechsle ich. Noch wiess ich nicht viel ueber die gastfamilie, doch das kommt noch.

Nun das war eine Kurzzusammenfassung des letzten Monats. Genaue Fragen zu jeweiligen Ereignissen werden gerne beantwortet *drop* Sonst… ach ja es sind neue Photos on *grins* 

1 Comment

  1. Josi said,

    August 14, 2006 at 7:01 am

    Oh Mann, egal wie es bei deiner neuen Gastfamilie wird, ich glaube dich kann jetzt nichts mehr schocken! Aber du hast es ja bald überstanden (^.~)

    Übrigens: Ich bin in Ludwigshafen an der Fachhochschule angenommen! Ich werde also ab Oktober nicht mehr in Dresden wohnen *trauertrauer* aber ich habe vorrausssichtlich Februar und März frei und komme heim! Ich bin also da, wenn du wiederkommst. Aber bis dahin ist ja noch laaaaange hin!
    Der Studiengang ist übrigens sowas in der Art wie du studieren wolltest (falls du immer noch Wirtschaft und Japanologie kombinieren willst)… eigentlich wollte ih ja etwas anderes studieren aber wenn ich jetztschon mal in diesem erfolgversprechenden Studiengang angenommen wurde…. (griiiins… aus ca. 100 Leuten haben sie 30 ausgewählt)

    Ich knuddel dich ganz dolle! Und schreib, sobald du weißt wo deine neue Gastfamilie lebt! Vielleicht wirds ja diesmal Tokyo???? (oder Sapporo………..)


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